Hetti (links) und Jupp (rechts) begrüßen Spieler*innen vor dem Dortmunder Hauptbahnhof

Dortmund – Kohle, Stahl, Bier und Gemeinschaft

Der Ruhrpott und seine Menschen verbindet eine Solidarität und Herzlichkeit, die in Deutschland in dieser Form wohl einzigartig ist. Ein Grund dafür, sind sicher auch die Bedingungen der Arbeit unter Tage. Wenn die Männer früher verunglückten, waren es die Nachbarn aus dem Kiez, die den hinterbliebenen Familien Rückhalt gaben. Deshalb sind wir heute “Mit Hetti und Jupp in Dortmund unterwegs”, zwei Dortmunder Originale, die euch über genau dieses Dortmunder Lebensgefühl mehr erzählen. Das ist eine ganz besondere Stadtführung durch Dortmund.

Mit wem sind wir unterwegs?

Gestartet wird am Hauptbahnhof, der mit seinen Gemälden über dem Eingang Reisende auf die Kultur und Historie der Stadt hinweist. Von dort aus nehmen uns Hetti & Jupp mit durch ein bisschen Dortmunder Geschichte. Die beiden Kunstfiguren sind zwei echte Dortmunder Originale und schon über 90 Jahre alt. Sie zeigen euch mit viel Begeisterung und Heimatliebe, was die größte Stadt des Potts zu bieten hat. 

Dortmund vergnügt sich

Wer viel malocht, muss sich auch viel vergnügen! Deshalb darf bei dieser Tour ein Abschnitt durch DAS Vergnügungsviertel der Vorkriegszeit, die Brückstraße, nicht fehlen. Mit der Schauburg aus 1912 befindet sich hier eines der ältesten Kinos Deutschlands. Jupp & Hetti sind hier schon zu Zeiten hergekommen, als Besucher*innen noch selbst etwas zum Heizen für den Kohleofen mitbringen mussten.

Auch der Genuss von Gerstensaft hat in Dortmund eine lange Tradition. Allein bei einem Heimspiel des BVB Borussia Dortmund werden etwa 25.000 Liter Bier konsumiert. Die Dortmunder Actien Brauerei schenkte der Stadt deshalb in den 1970er Jahren das Denkmal des Bierkutschers, ein Knochenjob. Denn auch wenn Biertrinken ein Genuss ist, kommt in Dortmund harte Arbeit immer an erster Stelle. Danach kommt das Vergnügen.

Hier halten die Menschen zusammen

Wer mehr über das Ruhrgebiet erfahren will, kann die Bude – andernorts auch Trinkhalle genannt – auf keinen Fall auslassen. Die Trinkhallen wurden während der Industrialisierung errichtet, um Mineralwasser an Bürger*innen zu verkaufen und die Volksgesundheit zu heben. Die prävalente Trinksucht galt als Bedrohung für die Ordnung und Moral. Aber bereits in den 1950er Jahren kauften sich die Arbeiter hier auf dem Nachhauseweg ihr erstes Feierabend-Bier. Später entwickelte sich die lokale Bude als Kommunikationsort und Treffpunkt für das jeweilige Viertel. Rechnung anschreiben lassen, Hausschlüssel für die Kinder hinterlegen oder Pakete annehmen. Alles möglich bei der Bude des Vertrauens.

Ihr habt Lust, mit Hetti & Jupp loszuziehen? Dann klickt hier!

Wenn ihr mehr über die Entstehung der Tour wissen und noch ein paar mehr Infos über Hetti und Jupp bekommen wollt, könnt ihr euch zusätzlich noch das Interview mit Babett und Ute von Kulturvergnügen anschauen.

chevron_left
chevron_right