Bergbausiedlung Heide Lost Place Sprengung der Schornsteine

Heide entdecken – was nach der Kohle übrig blieb

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Hallo, wir sind die Hey’schen Kippenflitzer Hey'schen Kippenflitzer. Unser Motto: „Bewahren und Dokumentieren der Bergbaugeschichte in Heide“. Wir möchten dich auf einen Rundgang durch unsere historische Heimat einladen, um zu zeigen, was einmal war und was noch da ist. Du kannst die Tour jederzeit ganz bequem mit deinem Smartphone kostenlos starten. Entdecke die faszinierende Geschichte der Bergbausiedlung Heide (Bernsdorf) in der Oberlausitz Schritt für Schritt und ganz entspannt in deinem eigenen Tempo 🚶🏻

Die Tour führt durch die Siedlung Heide (Bernsdorf), die einst als Wohnsiedlung für die Arbeiter aus dem Braunkohletagebau und der Brikettfabrik Heye III erbaut wurde. Überall gibt es hier Licht und Schatten, Neu und Alt, Zukunft und Vergangenheit.

Während andere Bergbausiedlungen wie Marga in Senftenberg und Erika in Laubusch ganz oder teilweise saniert wurden und auch heute noch bewohnt sind, hat es Heide leider nicht so gut getroffen. Tagebau und Fabrik sind schon lange verschwunden. Nach dem Abriss der Brikettfabrik zogen immer mehr Einwohner weg, viele Häuser stehen leer und verfallen immer mehr. Heide liegt heute im Dornröschenschlaf. Die einstige Schönheit der Siedlung lässt sich oft nur noch erahnen. Bis diese „kleine Schwester der Siedlung Marga“ wachgeküsst wird, bleibt Heide (Bernsdorf) ein Lost Place mitten im Wald.

Auf Spurensuche: Geschichten, die Heide erzählt

Für die Wegstrecke von knapp vier Kilometer mit ihren 15 Stopps bist du etwa eine Stunde unterwegs. Die Tour ist vollgepackt mit alten Schwarz-Weiß-Fotografien, die dir das Heide von damals direkt auf dem Smartphone vor Augen führen.

Um die Geschichte greifbarer zu machen, verraten wir unterwegs viele kleine Details und Anekdoten aus dem früheren Alltag der Fabrikarbeiter. Hier ein kleiner Vorgeschmack, was euch erwartet:

  • Der rote Stern und das einzige Telefon: Am ehemaligen Fabrikeingang erzählen wir euch, warum dort früher ein leuchtend roter Stern auf dem Dach thronte. Und wir lüften das Geheimnis, warum fast die ganze Siedlung noch bis zur Wende zum Pförtnerhaus pilgerte, wenn man mal dringend jemanden anrufen musste.
  • Kino, Kegelbahn und die „Straße der Besten“: Wir machen Halt an einer alten Lore und einer Baggerschaufel. Dort erfährst du nicht nur, wie die „Straße der Besten“ zu ihrem umgangssprachlichen Namen kam, sondern auch, was sich früher alles hinter den verglasten Schaukästen verbarg – von der Arztpraxis bis hin zum Kino.
  • Eine Dampflok als Raucherzimmer? Ja, das gab es in Heide wirklich. Vor dem ehemaligen, 5-stöckigen Lehrlingswohnheim stand zu DDR-Zeiten ein echter Zug auf der Wiese. Was genau in den Waggons passierte und wo die Lokomotive heute ihre Runden dreht, erfährst du auf der Tour.
  • Die dunkle Seite der Gartenstadt: Die Kernsiedlung wurde 1910 vom Architekten Georg Heinsius von Mayenburg entworfen. Es gab Gärten für Obst und Gemüse und elektrischen Strom – ein Luxus im Vergleich zu den dreckigen Hinterhöfen der Städte. Doch der Fabrikbesitzer schuf dieses Paradies nicht ganz ohne Eigennutz. Wir verraten euch, mit welchem einfachen Mittel er damals große Streiks und Klassenkämpfe im Keim erstickte.
  • Grenzgänger: Wusstest du, dass Heide eigentlich zu Sachsen gehört, du aber auf unserem Spaziergang mit nur einem Schritt in Brandenburg steht? Die Landesgrenze verläuft hier direkt am Straßenrand.
  • Verlorene Orte im Wald: Als kleinen Bonus teasern wir auch Orte an, die sich heute verborgen in der Natur befinden – wie etwa einen alten Hochbunker für Kohle, der später für Tischtennistraining und sogar zur Schweinezucht genutzt wurde.

Dazu gibt es auf dem Weg drei kleine Aufgaben. Kannst du zum Beispiel anhand der alten Bilder erkennen, was beim alten Schulgebäude heute fehlt? Oder schätzen, wie schwer unser Findling auf dem zentralen Platz wirklich ist?

💡 Tipp

Pack dir für den Weg am besten etwas Proviant ein.

☝️ Bitte, bitte, bitte!

Auch wenn hier alles sehr verlassen und verfallen aussieht – Bitte bleibe auf den öffentlichen Wegen und betrete nicht die Privatgrundstücke. Und, halte die Umwelt sauber. Vielen Dank 🤗

Heide - was nach der Kohle übrig blieb Stadtführung
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Heide - was nach der Kohle übrig blieb

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Nutzer*in Gast schreibt: Mega tolle Tour!
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