Tübingen – Wo Geist auf Gassen trifft
Tübingen ist jung und alt zugleich. Die 1477 gegründete Universität prägt bis heute den Rhythmus der Stadt. Doch abseits der Postkartenidylle der Neckarfront verbirgt sich in den verwinkelten Gassen zwischen Schloss und Tal eine Welt voller kurioser Geschichten: von feiernden Studenten, verzweifelten Dichtern und rebellischen Bürgermeistern.
Hilfreiche Tipps für die Stadt
Warum ist Tübingen eine Universitätsstadt?
Was sollte man in Tübingen gesehen haben?
Gibt es in Tübingen wirklich eine „Kotz-Gasse“?
Warum sind manche Straßen in der Altstadt so gerade?
Welches Essen ist für Tübingen typisch?
Tübingen Sehenswürdigkeiten: Viele Details, die überraschen
Das Herz der Stadt schlägt rund um den Marktplatz und den Holzmarkt. Doch wer genau hinschaut, entdeckt Spuren, die in keinem gewöhnlichen Reiseführer stehen:
🧐 Goethes Absturz? In der Münzgasse hängt an einem Haus ein Schild mit der derben Aufschrift: „Hier kotzte Göthe“. Ob der Dichterfürst bei seinem Besuch 1797 wirklich zu tief ins Glas geschaut hat oder ob es nur eine studentische Legende ist? Finde es heraus.
🧐 Lärmbelästigung für den Herzog: Ein kleines Gässchen trägt den dramatischen Namen „Mordiogässle“. Doch hier geschah kein Verbrechen. Finde heraus, welcher nächtliche Krach so gewaltig war, dass er sogar den Herzog oben im Schloss aus dem Schlaf riss.
🧐 Die Palme im Haus: In der alten „Burse“ entdeckst du an einem Holzpfeiler ein für Schwaben völlig untypisches Symbol: eine Palme, begleitet vom Motto „Attempto“ („Ich wag es“). Welcher berühmte Mann verewigte sich hier mit diesem gewagten Zeichen?
🧐 Der Haspelturm: Ein Turm des Schlosses trägt einen kuriosen Namen. Hatte hier jemand Sprachstörungen und hat sich ständig „verhaspelt“? Weit gefehlt!
Und viele mehr:
📜 Genie und Wahnsinn im Turm
Tübingens wohl berühmtestes Wahrzeichen am Neckar erzählt eine tragische Geschichte. Im ersten Stock des gelben Turms lebte der Dichter Friedrich Hölderlin 36 Jahre lang als „Pflegefall“. Er litt an einer psychischen Erkrankung und wurde hier von der Familie eines Schreinermeisters versorgt. In seinem bescheidenen Zimmer mit Bett, Tisch und zwei Stühlen empfing er dennoch die Geistesgrößen seiner Zeit. Er starb 1843 in diesem Turm, der heute als Museum dient.
😋 Genuss für Entdecker
Tübingen lässt sich auch kulinarisch erkunden – ob studentisch günstig oder schwäbisch deftig.
Eis-Duell: In der Neckargasse konkurrieren zwei Eisdielen direkt gegenüber um die Gunst der Schleckermäuler. Die Schlange verrät meist, wer gerade die Nase vorn hat.
Pommes am Kornhaus: Es riecht verführerisch? Kein Wunder, direkt am historischen Kornhaus gibt es laut vielen Studenten die besten Pommes der Stadt.
Chillen am Neckar: Ein Muss nach der Tour ist ein kühles Getränk auf der Neckarmauer oder im Biergarten beim „Neckarmüller“.
💡 Wusstest du schon?
Tübingen hat eine „Unterstadt“ und eine „Oberstadt“. Früher war das eine strenge soziale Trennung: Unten im feuchten Ammertal lebten die Handwerker, Gerber und Weingärtner (die „Gogen“), oben auf dem Berg residierten die feinen Professoren und der Adel. Die Grenze markierte unter anderem die „Krumme Brücke“.
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